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(Design) Principles
Kommunikation zwischen Verstehen und Verständigung | In Hochschulen gehen und verändern wollen | Hochschulen zwischen Erforschung und Gestaltung

People
Nina Grünberger | Klaus Himpsl-Gutermann | Ilka Götz | Ivo van den Berk | Claudia Kuttner | Simon Smend | Tobias Hübner | Yannic Steffens | Falk Itzerodt | 3 Fragen 3 Antworten

Material
Content Buffet | Anleitung zum Kommentieren

Die OERlabs wurden als Verbundprojekt zweier Universitäten: Universität zu Köln (UzK) und der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) durchgeführt.

Um einen Einblick in das Praxis- und Sensibilisierungsprojekt der OERlabs zu erhalten, ist es zunächst notwendig, den Rahmen, in dem gearbeitet wurde, abzustecken.

Auf der ersten Ebene befinden sich die universitären Standorte und allgemeine Informationen zum jeweiligen Verbundpartner. Die zweite Ebene beschreibt den strukturellen Aufbau der Universitäten genauer (Stakeholder), da das Projekt entlang der gesamten Lehrer*innenbildungskette angesiedelt war. Demnach sollen hier für ein besseres Verständnis sämtliche Teilgeber*innen des Projektes dargestellt werden. Abschließend wird der Kern der Praxis- und Sensibilisierungsarbeit, nämlich die Lehrer*innenbildung (Lehramtinfo), sowie die OER-Arbeit (OER-Status) der jeweiligen Hochschulen betrachtet.

Kontextualisierung - Kennenlernen der UzK[Bearbeiten]

Um einen erfolgreichen Projektstart garantieren zu können, muss zunächst der Rahmen, in dem das Vorhaben durchgeführt werden soll, sondiert werden. Wie aus den unten genannten Kennzahlen ersichtlich wird, kann die Universität zu Köln durchaus als Massenuniversität bezeichnet werden. Dies bedeutet, dass die oberste Priorität in jeglichem (Hochschulentwicklungs-)Projekt eine grundlegende und hochschulweite interne Durchdringung des Vorhabens sein muss. Damit interne Kommunikation, Vernetzung und Zusammenarbeit überhaupt möglich wird, müssen hierfür entsprechende Strukturen vorhanden sein bzw. gestaltet werden. Im konkreten Fall der UzK sieht das Organigramm der Universität auf der Beziehungsebene streng genommen keinen regelmäßigen inhaltlichen und anlassbezogenen Austausch zwischen universitären Akteuren vor, wodurch die Austausch- und Vernetzungsmöglichkeit in gewisser Weise limitiert werden. Es werden zwar sehr wohl Veranstaltungen, sowie Gremien- und Arbeitsgruppen organisiert, jedoch folgen diese bestimmten Abläufen. In Gremien bspw. kommen zwar Institutsleitungen zusammen, jedoch werden diese Treffen in vielen Fällen als Abarbeiten der Statusmeldungen der jeweiligen Institute gehandhabt.

Dies schlägt sich nicht nur auf Ebene thematischer Diskussionen zwischen Universitätsmitarbeitenden nieder, sondern ist ebenso in der Lehr- und Studienpraxis sichtbar. Denn durch den zumeist fehlenden universitären Austausch zu thematischen Entwicklungen der Leitungsebenen, die Strategien der jeweiligen Institute selten Überlappungen aufweisen. Im Falle der Lehrer*innenbildung, sowie der Beschäftigung mit mediendidaktischen Fragestellungen entsteht dadurch eine zumeist dezentralisierte Aufgabenverteilung. Dadurch kann es vorkommen, dass trotz bildungswissenschaftlichem Studium, keine Seminare bzw. Vorlesungen mit Medienbezug von Lehramtsstudierenden besucht werden.

Allerdings verfügt die UzK über diverse Medieneinrichtungen, die sowohl Angebote, als auch Unterstützung in solchen Themengebieten bieten können. Die schiere Größe der Universität stellt zwar eine Herausforderung dar, bedeutet aber auf der anderen Seite auch, dass eine strukturelle Grundlage im Hinblick auf medientechnischen Einsatz und Unterstützungsmöglichkeiten in sämtlichen Richtungen bereits vorhanden ist.

Steckbrief Universität zu Köln
Die Universität zu Köln gegründet 1388, gehört zu den ältesten Universitäten in Deutschland und ist seit 2012 Teil der elf deutschen Exzellenz-Universitäten. Die UzK zählt national zu den führenden Forschungsuniversitäten und fördert besonders Forschungsnachwuchs mit Hinblick auf die berufliche- und akademische Karriere[1].
Zahlen, Daten, Fakten (Stand 2016/17[2])
Studium und Lehre
339 Studiengänge
7177 Studienanfänger*innen
6179 Absolvent*innen
49804 Studierende
Lehrer*innenausbildung der UzK
29% aller Studierender Lehramt
37% aller Absolvent*innen (inkl. Bachelor, Master, auslaufende Programme)
Personal
631 Professor*innen/Juniorprofessor*innen
3902 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
330 Lehrkräfte/Dozent*innen/Assistent*innen
3248 Personal aus Technik und Verwaltung
Fakultäten
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Medizinische Fakultät
Philosophische Fakultät
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Humanwissenschaftliche Fakultät

Medieneinrichtungen

"Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln ist die größte Bibliothek in Nordrhein-Westfalen. Sie ist die zentrale Ausleihbibliothek der Universität zu Köln.[3] : Wir stellen uns vor [4]

Das RRZK bietet den Studierenden und Lehrenden der Universität zu Köln Unterstützung bei sämtlichen IT-Angelegenheiten, kümmert sich um die technische Infrastruktur und ist Partner bei diversen Projekten.[5]

Das Zentrum Netzwerk Medien an der HumF der UzK wurde im Jahr 2000 als Dienstleistungs- und Forschungseinrichtung aus verschiedenen Vorläufereinrichtungen gegründet. Wir bieten als Kompetenzzentrum Dienstleistungen und Lehre rund um das Thema Medien an. Darüber hinaus hat das Zentrum 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Evaluation von Lehr/Lern-Medien.[6]

Das CompetenceCenter E-Learning ist die zentrale E-Learning Plattfrom ILIAS und E-Learning Projekte aus allen Fakultäten an der UzK. Neben der Nutzung von ILIAS-Kursen bieten wir auch die Durchführung von E-Prüfungen sowie die Betreuung und Beratung von E-Learning Projekten an. Weiterhin erweitern wir das Angebot innerhalb der E-Learning-Plattform durch die Einbindung von innovativen E-Learning-Werkzeugen.[7]

Gelingen der Durchdringung - Stakeholder[Bearbeiten]

Open Educational Resources leben von Offenheit, Kollaboration und Kommunikation. Diese Kernthemen lassen sich allerdings nicht einfach projektbasiert in eine große Organisation umsetzen. Diese Themen bedürfen der Einbindung sämtlicher relevanter Akteure, die mit ihren Perspektiven und Erfahrungen als Teilgeber*innen zu einer Weiterentwicklung der internen Strukturen beitragen können. Diesbezüglich wurden für das Projekt an der Universität zu Köln verschiedene Stakeholder inkludiert, die durch ihre Rolle, Arbeit und Erfahrungen ein wesentliches Zahnrad in der Entwicklung der Maschinerie einnehmen konnten:

Universitäre Projektpartner

  • Prorektorat für Studium und Lehre als Schirmherr aus der Universitätsleitung
  • Geschäftsführung aus dem Zentrum für Lehrer*innenbildung
  • „Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung“-Initiative zur Hochschulentwicklung

Brücken in die Schulpraxis

  • Betreuung Praxisphasen-Seminare durch Lehrbeauftragte des ZfL
  • Qualitäts- und Unterstützungsagentur des Landesinstituts für Schule (QUA-LiS NRW)

Universitäre Praxis

  • Studierende bildungswissenschaftlicher Fächer (Lehramtsstudierende)
  • Studierende medien- und sozialwissenschaftlicher Fächer (B.A./M.A. Intermedia)
  • Dozierende aus allen Fakultäten und externe Lehrbeauftragte
  • Zentrale Einrichtungen mit Medienbezug (CCE)
  • Dezentrale Einrichtungen mit Inhalts- oder Medienbezug (ZfL, Zentrum für Hochschuldidaktik, Netzwerk Medien)

Kernthema Lehrer*innenbildung NRW[Bearbeiten]

Landkarte Lehramtsausbildung UzK +

interaktive ZfL Landkarte Lehramtsausbildung

Um in den Lehrerberuf einsteigen zu können, ist in NRW ein Lehramtsstudium (mit einem Master of Education Abschluss) und ein 18-monatiger Vorbereitungsdienst notwendig. Gesetzlich ist die Lehrer*innenausbildung durch das Lehrerausbildungsgesetz, sowie durch die Lehramtszugangsverordnung geregelt. Lehrkräfte, Lehramtanwärter*innen können durch die Schulen und Bezirksregierungen eingestellt werden.

Überblick Lehramtsstudium

Erstes Jahr Studienstart - Eignungs- und Orientierungspraktikum
Zweites Jahr Berufsfeldpraktikum
Drittes Jahr Bachelor-Arbeit
Viertes Jahr Masterstart - Praxissemester
Fünftes Jahr Masterarbeit - Masterzeugnis
Vorbereitungsdienst
Übersicht über die Praxisphasen der Lehramtsausbildung an der UzK (externe Grafik).

Kernthema Open Educational Resources - Aktuelles an der UzK[Bearbeiten]

Die Thematik rund um Open Educational Resources hat in den vergangenen Jahren durch nationale Förderungen auch Einzug an der Universität zu Köln gehalten. Die bildungspolitischen Forderungen nach OER und einer Durchdringung der Lehrpraxis mit offenen Bildungsmaterialien manifestiert sich an der Universität zu Köln schrittweise in den unterschiedlichsten Formaten: einerseits in Seminaren der Mediendidaktik, andererseits in der Kunstbildung, sowie auf Ebene der Medienproduktion und im Aufbau einer Open-Access Plattform.

OER Situation an der UzK[Bearbeiten]
OERlabs Projekt – Seminar Gestaltung und Produktion digitalen Lernmaterials
Der Mehrwert von OER für den Schul- und Bildungsbetrieb

Im Rahmen der gleichen OER-Förderlinie erstellte das OERinForm Projekt ebenso im Verbund von sechs deutschen Hochschulen Beratungs- und Schulungskonzepte für die Erstellung von OER. Im Fokus stehen hierbei Medienzentren, die dazu befähigt werden sollen ihre Lehrende bei der Erstellung und Verwendung von OER-Material zu unterstützen.

Kölner Open Access Portal für die Lehrer*innenbildung § Dieses Portal soll Forschenden, Dozierenden und Lehramtsstudierenden die Möglichkeit geben Forschungsberichte, Abschlussarbeiten und Lehr- und Lernmaterial offen zur Verfügung zu stellen und zu publizieren.

Das OERcamp ist das Treffen der Praktiker*innen zu digitalen und offenen Lehr-Lern-Materialien im deutschsprachigen Raum.

Kontextualisierung - Kennenlernen der TUK[Bearbeiten]

In Kaiserslautern ist das Projekt OERlabs an einer Campusuniversität mit MINT-Fokus angesiedelt. Die Technische Universität Kaiserslautern (TUK), gegründet 1970 und einzige naturwissenschaftliche Universität in Rheinland-Pfalz besteht aus den zwölf Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Biologie, Chemie, Elektro- und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Mathematik, Physik, Raum- und Umweltplanung, Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Zudem können Fernstudierende aus verschiedenen Studiengängen in den drei Bereichen Human Resources, Management & Law sowie Science & Engineering am Distance and Independent Studies Center (DISC) auswählen. Insgesamt werden ca. 100 Studiengänge angeboten, von denen viele ein interdisziplinäres Profil aufweisen[8]. Im Sommersemester 2018, d. h. zu der Zeit, in denen das Projekt OERlabs an der TUK umgesetzt wurde, studieren insgesamt 13733 Studierende an der TUK, davon entfallen 10108 auf ein Präsenzstudium und 3625 auf ein Fernstudium[9]. Von den Präsenzstudierenden studieren 761 Studierende Lehramt. Lehramtsstudierende sind die Hauptzielgruppe des Projekts, allerdings wird darauf geachtet, dass unsere Angebote allen Studierenden offen stehen, da neben den Bildungswissenschaften auch der Studiengang Integrative Sozialwissenschaft Lehrveranstaltungen mit Medienbezug enthält.

Fokus Lehramt[Bearbeiten]

Da dieses Projekt mit einem Fokus auf Studierende im Lehramt startete, ist etwas genauer auf das Lehramtsstudium in Rheinland-Pfalz im Allgemeinen und der TUK im Speziellen einzugehen. Grundsätzlich ist ein Lehramtsstudium für Gymnasien (GYM), Realschule plus (RS+) und Berufsbildende Schulen (BBS) an der TUK möglich, wobei die Studierenden in aller Regel zwei Unterrichtsfächer und die Bildungswissenschaften belegen. Ihnen steht Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik, Physik, Sozialkunde, Sport, Bautechnik (nur BBS), Elektrotechnik (nur BBS), Gesundheit (nur BBS), Holztechnik (nur BBS), Metalltechnik (nur BBS) und Informationstechnik/Informatik (nur BBS) zur Auswahl[10]. In den curricularen Standards, die in Rheinland-Pfalz gelten, ist eine Auseinandersetzung mit digitalen Medien verpflichtender Teil. Im Modul 2 der universitären Lehrer*innenbildung stehen folgende Themen im Fokus: „Reflexiver, selbstbestimmter und kreativer Umgang mit Medien unter technischem, praktischem, ästhetisch-bildendem und emanzipatorischem Aspekt: Bildung und Medienkompetenz, Medienbegriff, Medienentwicklung und Konzepte der Medienpädagogik, Kommunikation und Medien auch im Zusammenhang mit individuellen Beeinträchtigungen […]“ (BMRLP 2016)[11]. Die Studierenden sollen „den eigenen Mediengebrauch reflektieren und Medien entsprechend unterrichtlicher Ziele und unter Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen auswählen und gestalten“ (BMRLP 2016) können. Unter Perspektive der Integration ins Lehramt sind Themen wie OER somit insbesondere im Modul 2 des bildungswissenschaftlichen Studiums integrierbar. Durch eine Vernetzung mit den nachfolgenden Lehrer*innenbildungsphasen (Studienseminar und Schulen) werden Akteur*innen außerhalb der Universität eingebunden und ihnen ermöglicht Erfahrungen aus der Praxis an uns heranzutragen. Gleichzeitig bringen wir eine neue Perspektive in die Schulen.

Universität der kurzen Wege[Bearbeiten]

Bis auf wenige Ausnahmen befinden sich alle Einrichtungen und Gebäude der TUK entweder direkt auf dem Campus oder sind in wenigen Minuten zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln von diesem aus zu erreichen. Diese noch überschaubare Größe der TUK und ihrer Studierenden bedeutet für das Projekt vor allem kurze Wege. Darunter ist zu verstehen, dass beispielsweise die Wahl des Veranstaltungsortes auf dem Campus für unsere Veranstaltungen nur einen kleinen Einfluss auf die Teilnehmer*innen hat, Studierende werden nicht aufgrund langer Anreisezeiten vom Besuch der Veranstaltungen abgehalten. Zudem sind sich einige Stakeholder bereits aus vorangegangenen Kooperationen, dem täglichen Arbeitsablauf oder der Lehre bekannt, beispielsweise arbeiteten der Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) und das DISC bereits im Projekt OKWest[12] zusammen. Somit ist auch eine direkte und persönliche Ansprache der Stakeholder, der Verwaltung und den Serviceeinrichtungen möglich, man kennt sich[13].

Rolle von zentralen Einrichtungen und Kooperation[Bearbeiten]

An der TUK gibt es keine Einrichtungen, welche Medieninhalte oder Lehr- Lernmaterial für andere erstellen. Zwar sorgen Fachbereiche und Lehrpersonal für geeignetes Material, dies entsteht aber in Eigenarbeit. Die Einrichtungen der TUK beschränken sich auf das Bereitstellen von Infrastruktur für den Campus oder andere Organisationseinheiten. Das Regionale Hochschulrechenzentrum Kaiserslautern (RHRK) sorgt beispielsweise für WLAN, Drucker, E-Mail oder IT-Systeme. Als Anbieter postgradualer Fernstudiengänge arbeitet das DISC mit der TUK im Bereich Studium und Lehre zusammen. Von den Organisationseinheiten des DISC werden Veranstaltungen wie die Diemersteiner Selbstlerntage für alle Studierenden der TUK angeboten. Das eTeaching Service Center (eTSC) unterstützt als eine Organisationseinheit des DISC die Lehrenden universitätsweit bei der Integration von Lehr- Lernangeboten im Bereich E-Teaching. Der Servicecharakter der Organisationseinheiten oder ihrer Angebote dienen als weitere Multiplikationsmöglichkeiten innerhalb der TUK und ihrer Stakeholder. Für das Projekt OERlabs ist die Kooperation und Netzwerkbildung innerhalb und außerhalb der TUK von entscheidender Bedeutung. Im Projektantrag wurden als wichtige Stakeholder bereits das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL), die Universitätsbibliothek, das DISC, das Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Mainz und die Netzwerkschulen[14] der TUK identifiziert. Dabei handelt es sich um Schulen in der Region um Kaiserslautern, welche mit der TUK im Bereich der Lehre, Forschung und Fortbildung kooperieren. Um die Kooperation und Netzwerkbildung der Stakeholder zwischen den geplanten Veranstaltungen zu fördern wurde der regelmäßige OER-Stammtisch ins Leben gerufen. Als Teilnehmer*innen konnten die OERlabs, das VCRP, das DISC und die UB gewonnen werden. Aus dieser Perspektive ist das starke Interesse an OER auf jene Einrichtungen beschränkt, welche selbst mit einem OER-Projekt assoziiert sind. Zudem haben alle regelmäßigen Teilnehmer des OER-Stammtisches eine Servicekomponente für die Universität. Das VCRP verwaltet unter anderem die Lernplattform Online Learning and Training (OLAT), das DISC beheimatet das bereits erwähnte eTSC, die UB stellt unter anderem Veröffentlichungsmöglichkeiten für Open Access zur Verfügung und die OERlabs möchten allen Interessierten im Bereich OER mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein bedeutender Schritt für dieses Projekt und die Ansprache interessierter Gruppen und Einrichtungen, war die Gewinnung des neuen Vizepräsidenten für Studium und Lehre Herrn Dr. Stefan Löhrke als Schirmherr der Kaiserslauterer Multistakeholder-Dialoge (MSDs), die mit drei Schwerpunkten Stakeholder der TUK, der Lehrer*innenbildung und der Region einbeziehen.

Erfahrungen mit OER an der TUK[Bearbeiten]

Bis zum Start des Verbundprojektes OERlabs tritt der Themenbereich Offene Bildungsressourcen an der TUK kaum prominent in Erscheinung. Obwohl sich einzelne Einrichtungen mit deren Herausforderungen und Chancen befassen, wie beispielsweise Lermen et al. (2016)[15] zeigt. Einige Monate vor diesem Projekt, aber in derselben Förderlinie des BMBF, startete das Verbundprojekt OER@RLP[16], dass mit dem VCRP und dem DISC als Verbundpartner ebenfalls mit Einrichtungen der TUK kooperiert. Auch an der Universitätsbibliothek (UB) finden sich erste Maßnahmen, die Openess adressieren. So unternimmt die UB seit 2016 erste Schritte im Themenkomplex Open Access und wird seit Mai 2017 darin mit Drittmitteln der DFG gefördert[17]. Dadurch waren bereits Anknüpfungspunkte für das Thema OER und damit das Projekt an der TUK vorhanden, die auch genutzt werden konnten. Dennoch müssen projektbezogene Angebote niedrigschwellig in das Thema Offene Bildungsressourcen einsteigen um eine gemeinsame Ausgangsbasis zu schaffen und den Anwesenden Gelegenheit geben Anknüpfungspunkte zu entdecken. Unsere Veranstaltungen wie die Multi-Stakeholder Dialoge hatten Teilnehmer*innen mit jeweils unterschiedlichem Kenntnisstand im Bereich OER, deshalb und weil wir immer auch Einsteiger*innen ansprechen wollten, waren niedrigschwellige und weiterführende Informationensagebote immer hilfreich. Durch die geringe Bekanntheit des OER-Begriffs an der TUK waren in der Kommunikation häufig grundlegende Erklärungen zu Projektgegenstand und Projektziel notwendig. Mit dem Workshop Lehre plus[18] richtet die TUK eine Veranstaltung aus, die den Erfahrungsaustausch unter den Lehrenden befördern soll und dementsprechend immer auf der Suche nach diskutierbaren Lehr-/Lernmethoden ist. Eine solche Plattform bietet sich zur Präsentation und Diskussion unserer Projektinhalte an, da bei dieser Veranstaltung auch breit interessierte Lehrende aus anderen Fachbereichen teilnehmen. Eine Beteiligung[19] unsererseits an einem Workshop war möglich. Insgesamt war es sehr hilfreich nach bereits bestehenden Plattformen und ähnlichen Projekten an der TUK zu suchen, obwohl OER als Themenkomplex im Vorfeld kaum vertreten war. Universitätsweite Veranstaltungen und der Kontakt zu Lehrenden anderer Fachbereiche unterstützen das Projekt zudem bei der Überprüfung der eigenen Perspektive, da die überwiegende Mehrheit der Lehrveranstaltungen einen MINT-Hintergrund hat. Daher ist im Gespräch herauszufinden, welches Lernmaterial dort eingesetzt wird und ob damit andere Bedarfe verknüpft sind als in den Veranstaltungen der Sozialwissenschaften. In den vorherigen Abschnitten ist bereits angeklungen, dass wir in Kaiserslautern mehrere Veranstaltungen im Programm haben, welche sich zusammen mit unserer Teilnahme an weiteren inner- und außeruniversitären Veranstaltungen grob zwei Konzepten zuordnen lassen. Erstens den Multi-Stakeholder Dialogen mit dem Fokus auf Kooperation und Vernetzung und zweitens die Open Labs, welche praxisorientiert die Produktion freier Bildungsmaterialen ermöglichen und stärken. Zu beiden Konzepten sind im Folgenden detaillierte Beschreibungen und Auseinandersetzungen zu finden.

Was wir mitnehmen
  • Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort nutzen
  • In Veranstaltungen für Anfänger*innen und Forgeschrittene planen
  • Offenheit für Fragen und Gespräche/Auf Personen zugehen

Quellen[Bearbeiten]

  1. Universität zu Köln – Zahlen, Daten, Fakten 2016 https://strategy.uni-koeln.de/strategisches_controlling_amp_informationsmanagement/zahlen_i_daten_i_fakten/index_ger.html
  2. https://verwaltung.uni-koeln.de/strategy/content/e143393/e143429/e157964/ZahlenIDatenIFakten2016_WEB-Version_ger.pdf
  3. https://www.ub.uni-koeln.de/ueber_uns/presse/zahlen/index_ger.html
  4. https://www.ub.uni-koeln.de/ueber_uns/profil/wir_stellen_uns_vor/index_ger.html
  5. https://rrzk.uni-koeln.de/geschichte.html
  6. https://www.hf.uni-koeln.de/30403
  7. Das CompetenceCenter E-Learning, 2017)
  8. https://www.uni-kl.de/fileadmin/prum/Info-Material/Zahlen_und_Fakten/Zahlen_und_Fakten_2017__Web_klein__final_01.pdf
  9. Studierendenstatistik Sommersemester 2018 (https://www.uni-kl.de/fileadmin/ha-4/Statistiken/Studierendenstatistik_SS_2018.pdf)
  10. Details zu den Kombinationsmöglichkeiten finden sie hier: https://www.uni-kl.de/zfl/zfl-studium/bama-struktur/faecherkombinationen/
  11. Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz. 2016 (BMRLP 2016). Curriculare Standards der Studienfächer in lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengängen – Anlage: Curriculare Standards, Bildungswissenschaften. http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/1tc/page/bsrlpprod.psml?doc.hl=1&doc.id=VVRP-VVRP000003736&documentnumber=14&numberofresults=14&doctyp=vvrp&showdoccase=1&doc.part=F&paramfromHL=true#ivz11
  12. https://www.disc.uni-kl.de/projekte/offene-kompetenzregion/okwest-ii/
  13. Dennoch werden auch allgemeine Kanäle bei der Ansprache verwendet, so werden Studierende beispielsweise über Plakate auf die OER Labs aufmerksam gemacht oder projektbezogene Stände an universitätsweiten Veranstaltungen, wie Nacht, die Wissen schafft, ausgerichtet.
  14. Weitere Informationen finden sie hier: https://www.uni-kl.de/zfl/fdz/netzwerkschulen/
  15. Lermen, M., Steiner, F. & Wolf, N. (2016). Freie Bildungsmaterialien in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Herausforderungen und Chancen von OER. In Hochschule und Weiterbildung 2/16. https://www.pedocs.de/volltexte/2018/15205/pdf/HuW_2016_2_Lermen_Steinert_Wolf_Freie_Bildungsmaterialien.pdf
  16. https://www.vcrp.de/projekte/oer-at-rlp
  17. https://www.ub.uni-kl.de/schreiben-publizieren/open-access/wege-des-open-access/
  18. https://www.uni-kl.de/universitaet/verwaltung/refls/foerderung/workshop-lehre-plus/
  19. https://www.uni-kl.de/universitaet/verwaltung/refls/foerderung/workshop-lehre-plus/archiv/23-wlp-13122017-dem-ingenieur-ist-nichts-zu-schwoer-open-educational-resources-und-offene-bildungspraxis-an-der-tu-kaiserslautern/